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DSL auf dem Lande


Laut der T-Com können derzeit 92,6 Prozent der deutschen Haushalte DSL erhalten. Dies ist eine Prozentzahl die auf den ersten Blick beeindruckend wirkt. Lediglich 7,4 Prozent fehlen für eine totale DSL-Abdeckung in Deutschland. In der Zahl der Haushalte ausgedrückt erscheinen die 7,4 Prozent leider nicht mehr so gering wie auf dem ersten Blick. Denn etwa drei Millionen Haushalte gilt es noch mit DSL zu Versorgen. Hinzu kommt das diese Drei Millionen Haushalte zum Teil in den abgelegensten Gebieten Deutschlands sich befinden – die breite Masse ist schon lange mit Breibandverbindungen versorgt. Doch es gibt Hoffnung für all jene, die noch nicht in den Genuss eines „Highspeed-Anschlusses“ gekommen sind. Der Ausbau wird kontinuierlich weiter getrieben sowie neue Techniken beispielsweise Wimax bieten ganz neue Möglichkeiten.

Kleine Schritte

Auch wenn der Ausbau für die flächendeckende DSL-Versorgung voranschreitet muss man realisieren das schon lange nicht mehr in aller kürzester Zeit neue höhere Prozentmarken geknackt werden, So wird die flächendeckende Versorgung von DSL wohl noch weitere sechs Jahre dauern. Im Vergleich dazu benötigte man für die 90% gerade mal auch sechs Jahre. Wird hier in Deutschland an die DSL-Anbieter appelliert den Ausbau voran zutreiben, gilt ab dem 1 Januar 2008 in der Schweiz eine Grundversorgungspflicht mit 600/1000 im Down- und Upstream.

Technisch gesehen wäre eine flächendeckende Versorgung möglich, wirtschaftlich würde es sich für die entsprechenden Unternehmen aber nicht lohnen.

Kein DSL trotz Glasfaser

Das auf dem Land kein DSL möglich ist mag ja noch einzusehen sein, warum aber in Großstädten in denen gar Glasfaser verlegt sind kein DSL möglich ist, mag verwirren. Grund dafür ist das das Glasfaser zwar Modern, für Breitbandanschlüsse aber mehr als nur ungeeignet ist. Um über Glasfaser DSL beziehen zu können, müssen die Anbieter das Übertragungsmedium erst dementsprechend umbauen. Da dies auch wieder mit einigen Kosten verbunden ist, kommen erst wieder die aus der Sich der Betreiber wirtschaftlichen interessanten Gebiete dran.



DSL Anbieter Konkurrenz

Der DSL Markt ist hart umkämpft. Hier schenken sich die Anbieter nichts. Gnadenlos unterbieten sie monatlich ihre Tarifpreise. Ungewohnt friedlich präsentieren sie sich dabei beim Ausbau. Kein aggressives Gezanke bis zum letzten Kunden. Investiert wird ur dort wo es erfolgreich scheint und dort ist die Konkurrenz auch nicht weit. So erreicht etwa Arcor mit seinen eigenen Anschlüssen 60 Prozent der Haushalte, davon die meisten die ohnehin schon von der T-Com einen Anschluss bekommen könnten.

Lichtblick sind regionalen Anbieter, wie das niedersächsische EWE-Tel oder Breisnet, die in ihren Regionen den Ausbau mit viel mehr Engagement vorantreiben wie es die großen Anbieter machen.

Finanzielle Interessen

DSL Anbieter denken letztendlich auch nur an die Rentabilität der neuen Anschlüsse. Denn bevor Einnahmen generiert werden können, muss erst viel Geld ausgegeben werden. So fliesst viel Held in das verlegen der Kabel, in die Vermittlungsstelle die Strom und Grundstücksgebühren generiert sowie in die Arbeit bzw. Wartung der neuen Anschlüsse. Schnell entsteht zwischen DSL Anbieter und der Gemeinde ein richtiger Kuhhandel, bei der sich beispielsweise der DSL Anbieter bereit erklärt DSL zu schalten, wenn ein Grundstück für die Vermittlungsstelle bereitgestellt und der Strom finanziert wird.

Generell ist es aber empfehlenswert DSL zu beantragen, sodass Anbieter aufmerksam werden. Erfolg versprechen bei einer hohen Anzahl von Teilnehmern auch Unterschriftenaktionen.

Alternativ Techniken

Durch neue Techniken möchte man den Ausbau schneller vorantreiben und den Anbietern der klassischen Übertragungswege ein bisschen Dampf machen. Gemeint sind Techniken wie WIMAX oder aber auch Satellit. Ausgebremst werden aber die Techniken durch die Tatsache dass sich alle Teilnehmer die verfügbare Bandbreit teilen. Hinzu kommt eine umständliche Installation bei WIMAX sowie die recht hohen Kosten bei einer Satelliten-Verbindung.

Fazit

Es tut sich was, wenn auch nur ganz langsam, werden immer mehr Haushalte mit DSL versorgt. Klar dass es für Betroffenen nicht schnell genug gehen kann. Sie müssen aber auch die Anbieter verstehen, bei denen die Wirtschaftlichen Aspekte im Mittelpunkt stehen, Auch die neuen bzw. Alternativen Techniken versprechen nicht wirklich Besserung. Leittragenden sind und bleiben die Endnutzer die sich mit überteuerten und langsamen ISDN oder gar Analog-Anschlüssen abgeben müssen.

Service: DSL Vergleich