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VDSL unter der Lupe

Bei der Telekom geht es Bergab. Fraglich ob der Führungswechsel, den Abwärtstrend etwas entgegenzusetzen hat. Vielmehr benötigt die Telekom ein neues Produkt, das einschlägt, wie damals im Jahr 2000, ADSL. So hört man vereinzelt immer öfters den Begriff VDSL mit der Kombination von IPTV. Doch was verbirgt sich hinter VDSL bzw. IPTV? Da vielen klar ist, dass VDSL für das Hochgeschwindigkeitsnetz (bis zu 50 MBit/s) und IPTV für das Fernsehen über dieses Hochgeschwindigkeitsnetzes steht, möchte dieser Artikel weniger auf die Technik von VDSL und IPTV eingehen. Vielmehr sind die verborgenen Konstanten, wie Preis, Zubehör, Verfügbarkeit oder auch Alternativ Anbieter Interessant. Erfahren Sie in diesem Artikel, VSL von seiner anderen Seite.

Alternativ Anbieter für VDSL

Fangen wir gleich mit den Alternativen bzw. mit den Konkurrenten der Telekom in diesem Marktsegment des Hochgeschwindigkeit-Internets an. Ärger gibt es wegen der Forderung der Telekom, ihr VDSL Netz für eine bestimmte Zeit von der Regulierung auszunehmen, sodass die Telekom einen Wettbewerbsvorsprung bekommt, wegen der ganzen Investitionen in das neue Hochgeschwindigkeitsnetz. Das schließt zwar keinen Anbieter generell aus, wirkt sich aber klar für alle Interessierten erstmal negativ aus. Während die Bundesregierung, den Plan für die Regulierungsferien abgesegnet hat, droht weiterer Streit von der EU, die dies nicht akzeptieren möchte. Viel Streitstoff für das kommende VDSL-Netz, ist also schon vorhanden, dennoch warten schon vor dieser endgültigen Entscheidung, ob die Telekom das VDSL-Netz öffnen muss oder nicht, Anbieter die der Telekom as Leben schwer machen wollen. Neben regionalen Anbieter, wie HanseNet mit ihrem IPTV Angebot Alice homeTV, warten auch schon überregionale Anbieter, wie z.B. Kabel Deutschland. Auch wenn die Telekom und Kabel Deutschland zwei größte Anbieter sind, ist ein flächendeckender Ausbau noch lange nicht in Sicht. Währe d Kabel Deutschland momentan nach und nach sein Netz ausbaut und gerade etwa sieben Millionen Haushalte erreicht, ist bei der Telekom vor allem wegen der noch ungewissen Regulierungsausnahme, momentan auf zwölf Großstädte begrenzt.

Klar ist, wer als erstes die meisten überregionalen Kundenerreicht, sicher sich einen großen Vorsprung in dem hart umkämpften VDSL-Markt.

Preis

Neben der Verfügbarkeit ist aus der Sicht eines Kunden nichts wichtiger als der Preis. Für einen geringen Preis, gibt man sich dann auch schon mit einem mangelhaften Support zufrieden. So werden viele, von Preis-Dumping im DSL-Markt verwöhnte Kunden, nicht schlecht staunen wenn sie die Preise für das neue VDSL sehen. So verlangt die Telekom circa 70 Euro pro Monat, während sich Kabel Deutschland mit einen Betrag zwischen 36,80 Euro und 46,80 Euro zufrieden gibt. Der Unterschied im Preis wird verständlich, wenn man die Empfangs- und Senderichtung beider Anschlüsse vergleicht. Bekommt man bei der Telekom 25 MBit/s in Empfangs- und 5 MBit/s in Senderichtung, gibt es bei Kabel Deutschland entweder 22 MBit/s in Empfangs- und 220 KBit/s in Senderichtung oder 10,2 MBit/s in Empfangs- oder 420 KBit/s in Senderichtung. Beides mal bekommt man wenige wie bei der Telekom, dafür muss man eben auch nicht soviel zahlen.

Vertragslaufzeit und Hardwareausstattung

Unterschiede gibt es auch in den Vertragslaufzeiten und in der Hardwareausstattung beider Anbieter. Während es bei der Telekom „gerade mal“ 12 Monate sind, bindet Kabel Deutschland den Kunden gleich doppelt so lange, nämlich 24 Monate.

Für 100 Euro bekommt man von der Telekom einen WLAN-Router, einen HD-IPTV-Receiver mit Festplatte und den HDTV-Sender Discovery HD. Kabel Deutschland bietet standardmäßig nur einen DVB-C-Receiver ohne Festplatte. Dieser ist dafür mit den 56 Euro Bereitstellungsgebühr für den Anschluss bezahlt.

Fazit

Es ist fraglich, ob die Telekom gleich zum Start so viele VDSL-Kunden gewinnen kann. Definitiv kann man aber sagen, das VDSL ein neues Internet-Zeitalter einläuten wird. Anbieter werden versuchen auch den allerletzten Kunden für das Hochgeschwindigkeitsnetz VDSL samt IPTV zu überzeugen. Ob es ihnen gelingt bleibt abzuwarten…


Quelle:
c’t Ausgabe 25 Artikel: "VOll die schnelle Leitung"